Top 25 Designer

Achille Castiglioni

Der Industriedesigner gehört aufgrund seines sachlichen schlichten Stils zu den bedeutendsten Designern der italienischen Nachkriegsgeschichte. Er war bekannt dafür, dass er bestehende Produkte oft auf überraschende Art neu zusammensetzte. Eine seiner spektakulären Arbeiten ist der Stuhl „Mezzadro“ aus einem handelsüblichen Traktorsitz an einem freischwingenden Bandstahlbogen. Er entwarf Objekte für Alessi bis Knoll und Poltrona. Unter anderem wurde seine Stehlampe Toio und die Hängelampe Parentesi in die Sammlung des New Yorker Museum of Modern Art aufgenommen.

Alfredo Häberli

Der in Buenos Aires geborene Designer und Architekt entwirft Alltagsgegenstände nach dem Motto „Beobachten ist die schönste Form des Denkens“. Er arbeitet jetzt in seinem Atelier Alfredo Häberli Design Development im Zürcher Seefeld. Zu seinen Arbeiten gehören der Sessel Take a Line for a Walk für Moroso. Sein Schaffen findet sich in Objekten für Vitra, De Sede, Driade über Luceplan bis LaPalma.

Anna Castelli Ferrieri

Die italienische Designerin und Architektin lernte in jungen Jahren James Joyce, Thomas Mann und Luigi Pirandello kennen. In ihrer Studienzeit hatte sie Kontakt zu Le Corbusier. In dem italienischen Rationalisten Franco Albini fand sie dann aber ihren Lehrmeister. Sie gehört aufgrund ihres schlichten, sachlichen Stils zu den bedeutendsten Designern der italienischen Nachkriegszeit. Einige ihrer Arbeiten sind in New York in der ständigen Ausstellung des Museum of Modern Art zu sehen. 1949 gründete ihr Ehemann Giulio Castelli den Möbelhersteller Kartell, der weltweit führend wurde in Design und Herstellung von Kunststoffmobiliar. Als Architektin entwarf Anna Castelli Ferrieri unter anderem das Kartell-Gebäude in Binasco und das Fabrikationsgebäude von Alfa Romeo. Weltweit bekannt wurde sie mit dem Baukastensystem „Componibili“.

Antonio Citterio

Nach seinem Abschluss in Architektur arbeitete er als Industriedesigner, bevor er sich der Architektur und dem Design von Einrichtungsgegenständen verschrieb. Antonio Citterio versteht sich selbst in erster Linie als Architekt, der den Raum als Grundlage für sein Produktdesign versteht. Er arbeitet mit renommierten Namen des internationalen Wohndesigns wie Arclinea, B&B Italia, Kartel und Vitra. 1979 und 1987 erhielt er für seine Arbeiten den Compasso D´Oro. 2002 wählte ihn die Zeitschrift „A&W Architektur & Wohnen“ zum „Designer des Jahres“.2007 wurde er in Großbritannien zum „Royal Designer for Industry“ und ist Mitglied des Italienischen Rats für Design.

Arne Jacobsen

Der dänische Designer, der auch Architektur studierte, gilt als einer der bedeutendsten Architekten und Designer des 20. Jahrhunderts. Sein Stil folgt dem Funktionalismus. Er war beeinflusst durch Ludwig Mies van der Rohe, Le Corbusier und durch das Bauhaus. In seinen Arbeiten spiegelt sich sein Perfektionismus. Er soll fast immer gearbeitet haben. Erholung bestand für ihn darin, sich einem anderen Bereich kreativer Betätigung zuzuwenden. Seine Sitzmöbel, die ab 1950 entstanden sind die legendäre Ameise“, „Das Ei“, „Der Schwan“, „Grand Prix“ oder „Serie 7“. Er ist der meistverkaufte Stuhl aller Zeiten. Seine Sitzmöbel wurden alle zusammen mit der Firma Fritz Hansen entwickelt, die diese bis heute produziert. Sein Schaffen wurde überall auf der Welt geschätzt.

Charles & Ray Eames

Das wohl bekannteste Werk des Designerpaares ist der Lounge Chair, den er als moderne Interpretation eines Clubsessels entwickelte. Der Lounge Chair wurde im Laufe der Jahre zu einer Ikone des Möbeldesigns und wird bis heute von Herman Miller und Vitra nach den gleichen Entwürfen hergestellt. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Ray entwickelte er während des Zweiten Weltkrieges im Auftrag der US-Regierung und verschiedenen Flugzeugherstellern unter anderem Flugzeugteile, Beinschienen und Tragbahren aus dreidimensional verformten Sperrholzplatten – der Grundlage des Lounge Chair. Charles und Ray Eames arbeiteten dann mit den verschiedensten Materialien. Das Paar inspiriert bis heute Designer aufgrund der funktionalen Möbelentwürfe.

Eero Saarinen

Der in Finnland geborene aber in Amerika lebende Eero Saarinen war einer der bekanntesten Architekt und Designer des 20. Jahrhunderts. 1940 nahm er mit Charles Eames an einem Wettbewerb des Museum of Modern Art in New York teil. Mehrere ihrer Entwürfe, darunter der Organic Chair, gewannen in den verschiedenen Kategorien. 1948 gewann er mit dem Wettbewerb für das Jefferson National Expansion Memorial in St. Louis öffentliche Anerkennung. Der gewaltige doppelte Bogen, das Wahrzeichen von St. Louis, wurde allerdings erst nach seinem Tod im Jahr 1963 vollendet. Saarinen orientierte sich zunächst stark an den strengen kubischen Formen von Ludwig Mies van der Rohe, ehe er dann zu expressivere Formen fand. Neben Gebäuden konstruierte Eero Saarinen auch Möbel. Berühmt ist sein Tulip Chair mit seinem breiten, kreisrunden Standfuß.
Beim Wettbewerb für das Opernhaus von Sydney 1956 war Eero Saarinen Vorsitzender der Jury. Er soll hier für die entscheidende Wende gesorgt haben, weil er den schon abgelehnten Entwurf des späteren Siegers Jørn Utzon förderte.

Eileen Gray

Eileen Gray war eine irische Innenarchitektin und Designerin und ist zweifellos einer der wichtigsten Designerinnen des frühen 20. Jahrhunderts. 1972 wurde sie von der Royal Society of Arts in London zum „Royal Designer to Industry“ ernannt. 1987 nahm das Museum of Modern Art in New York ihren Adjustable Table E 1027 in seine Design-Sammlung auf. Ihr Denkansatz war „Form follows function“. Eileen Gray entwickelte diese Ästhetik im Austausch mit der Bauhaus-Bewegung und Le Corbusier. Die zeitgemäßen Materialien wie Aluminiumblech, Kork, Pergament, Stahlrohr zeigen die Modernität ihres Designideals. Sie sah in der Verwendung exklusiver Materialien keinen relevanten Mehrwert. Eileen Gray realisierte auch einige herausragende Architekturprojekte. Doch trotz ihres unverwechselbaren modernen Baustils beruht Eileen Grays heutige Bekanntheit in erster Linie auf ihren Möbelentwürfen. So ist ihr Tisch E.1027 noch heute einer der meist kopierten Entwürfe der klassischen Moderne.

Florence Knoll

Florence Knoll ist eine amerikanische Architektin und Möbeldesignerin, die unter Mies van der Rohe und Eliel Saarinen studierte. Sie arbeitete kurz mit den Führern der Bauhaus-Bewegung, darunter Walter Gropius , Marcel Breuer, und der amerikanischen Moderne, Wallace K. Harrison, zusammen. Sie heiratete Hans Knoll, der 1938 seine Möbelfirma in New York gründete und wurde seine Geschäftspartnerin. Ihre Interpretation der amerikanischen minimalistischen , rationalistischen Designtheorien ist in Knolls Produkten deutlich zu erkennen. Fast die Hälfte der Möbelstücke in der Sammlung Knoll sind ihre Designs. Die Besonderheiten von Florence Knoll-Möbel-Entwürfen sind die schlanken Silhouetten und Geometrien. Ein gutes Beispiel für ihre Arbeit ist die „2544“ Anrichte mit einer Marmorplatte und rechteckigem Gehäuse mit Metallbeinen.

HÅG

Die Philosophie von HAG ist es, den Körper intuitiv in Balance zu halten. HÅG-Büro-, Konferenz- und Besucherstühle sorgen mit ihrem ergonomischen Konzept für maximale Bewegungsfreiheit bei bester Sitzposition, denn der menschliche Körper ist nicht für das Stillsitzen, sondern für Bewegung geschaffen. Das HAG-Stuhlprogramm lässt den Benutzer mit der Balanced Movement Mechanik aktiv und dynamisch sitzen. Es ist eine benutzerfreundlichen Methode, den Stuhl den Körpermaßen anzupassen. Für HAG arbeiten Designer wie Peter Opsvik, Søren Yran oder Svein Asjbørnsen. Sie setzen mit ihren Arbeiten diese Philosophie um.

Ingo Maurer

Der deutsche Industriedesigner spezialisierte sich auf Leuchten- und Lichtinstallationen. Einer seiner ersten Entwürfe im Jahr 1966, „Bulb“ wurde in die Design Collection Museum of Modern Art aufgenommen. Bekannte Entwürfe sind unter anderem die geflügelte Birne „Lucellino“ oder die Scherbenlampe „Porca Miseria!“. Maurer arbeitet seit den frühen 1980er Jahren mit einem Team von Designern/Entwicklern, die ihm bei der Umsetzung seiner Ideen unterstützen. 1999 eröffnete er einen eigenen Showroom in New York, 2009 einen zweiten, größeren Showroom in München, der auch für Ausstellung genutzt wird. Im Jahr 2010 erhielt er den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland für das Lebenswerk.

Jukka Setälä

Der finnische Möbeldesigner und Innenarchitekt ist Gewinner des "Best New Furniture in Europe 2006" und des Preises "Excellent Design" des Norwegian Design Council. Zu vielen anderen Arbeiten designte er den wasser- und schmutzabweisenden Hi-Tech Nylon Sitzsack „Fatboy The Original“.

Konstantin Grcic

1991 gründete der deutsche Industriedesigner in München das Designbüro KGID (Konstantin Grcic Industrial Design) und entwarf für viele führende Designfirmen Möbel, Leuchten und Accessoires. Am bekanntesten ist sein Sitzmöbel aus Kunststoff „Osorom“. Grcic erhielt viele Auszeichnungen. Einige seiner Entwürfe, wie die aus Polypropylen gefertigte Lampe MAYDAY, wurden in die Sammlung des Museum of Modern Art in New York aufgenommen.

Le Corbusier

Sein richtiger Name war Charles-Édouard Jeanneret-Gris. Er war ein schweizerisch-französischer Architekt, Architekturtheoretiker, Stadtplaner, Maler, Zeichner, Bildhauer und Möbeldesigner. Le Corbusier war einer der bedeutendsten und einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts. Sein Pseudonym Le Corbusier nahm er in Anlehnung an die Namen seines Urgroßvaters wie auch seines Lehrmeisters Charles l’Éplattenier zu Beginn der 1920er Jahre in Paris an. Jedem ist ganz sicher die „Chaise Lounge LC4 bekannt, die verstellbare Liege aus einem Stahlrohrrahmen und Leder besteht. In der bildenden Kunst schuf er mehr als 400 Gemälde, 44 Skulpturen, die Liste seines architektonischen Wirkens ist beeindruckend. Umfangreich ist auch sein fotografisches Werk. 1960 gründete Le Corbusier die Stiftung Fondation Le Corbusier in Paris. Sie schützt und erhält das Kulturerbe Le Corbusiers und unterstützt Forschungsarbeiten und ist darüber hinaus Herausgeber zahlreicher Publikationen.

Lievore Altherr Molina

Hinter dem spanischen Designstudio mit Sitz in Barcelona „Lievore Altherr Molina“ verbergen sich drei Designer, die im Bereich Möbeldesign arbeiten. Alberto Lievore, der Architekt aus Buenos Aires, Jeanette Altherr aus Deutschland und Manuel Molina aus Barcelona wurden mit zahlreichen internationalen Awards ausgezeichnet. Alle drei arbeiten als Dozenten an spanischen Hochschulen. Ihre Arbeiten sind weltweit von Tokyo bis Chicago anerkannt. So entwarfen sie beispielsweise für Thonet ein Stuhl und Tischprogramm für den Ess- und Wohnbereich. Tisch- und Stuhlprogramm sind gleichermaßen für den Wohn- und den Objektbereich einsetzbar.

Ludwig Mies van der Rohe

Ludwig Mies van der Rohe war ein deutsch-amerikanischer Architekt, der als einer der bedeutendsten Architekten der Moderne gilt. Seine Baukunst gilt dem Ausdruck konstruktiver Logik und räumlicher Freiheit in klassischer Form. Dafür entwickelte er moderne Tragstrukturen aus Stahl, die eine hohe Variabilität der Nutzflächen und eine großflächige Verglasung der Fassaden ermöglichten. Dieses Konzept war so rational und universal, dass es auf viele zeitgenössische Architekten einen außerordentlich großen Einfluss ausübte und bis heute immer weiterentwickelt wurde. Sein Motto, das seither sprichwörtlich ist, war: „Weniger ist mehr“.

1923 baute Mies van der Rohe sein erstes Gebäude in moderner Formensprache, das Haus Ryder in Wiesbaden. Ende der zwanziger Jahre entwarf er das Haus Tugendhat im tschechischen Brünn (Brno), das heute als eines der Hauptwerke der modernen Architektur gilt und zum Weltkulturerbe der Vereinten Nationen gehört.
Von seinen Möbelentwürfen sind die bekanntesten die Freischwinger der MR-Serie, der Barcelona-Sessel, der Brno-Stuhl, der Tugendhat-Sessel, die Palisanderliege mit Nackenrolle und das Glastischchen mit Kreuzgestell.

Der in Aachen geborene Mies van der Rohe nahm 1930 die Berufung zum Direktor des Bauhauses in Dessau an. 1938 übersiedelte er in die USA und gründete 1939 sein Architekturbüro in Chicago.

Am Anfang der sechziger Jahre bekam Mies van der Rohe vom Senat des damaligen „West“-Berlins das Angebot für die Planung der Neuen Nationalgalerie im Kulturforum am Kemperplatz. Die Neue Nationalgalerie gilt bis heute als Meisterwerk. Mies van der Rohe erhielt unzählige Auszeichnungen zu denen unter anderem die höchsten Zivilorden der Bundesrepublik Deutschland und der Vereinigten Staaten von Amerika gehören.

Marcel Breuer

Marcel Breuer war ein deutsch-amerikanischer Architekt und Designer mit ungarisch-jüdischer Herkunft. Breuer gilt als Erfinder des modernen Stahlrohrmöbels. Nach einer Tischlerlehre am Bauhaus Weimar arbeitete Breuer mehrere Jahre im Büro von Walter Gropius. 1933 wanderte er aufgrund seiner jüdischen Herkunft aus dem Dritten Reich aus und zog in die USA. Dort baute er unter anderem mit Gropius die Architekturfakultät der Harvard University auf. In seiner Zeit als Leiter der Möbelwerkstatt am Bauhaus Dessau entwarf er in Kooperation mit den in Dessau ansässigen Junkers-Flugzeugwerken eine Reihe von Stahlrohrmöbeln, wie zum Beispiel den Stahlrohrstuhl B5, Hocker und Tische wie den B 9. Sein Bekanntestes Möbel ist wohl der Stahlclubsessel B 3, der in den 1960er Jahren den Beinamen „Wassily“ erhielt. Er engagierte sich auch in der Bautätigkeit und erhielt 1952 zusammen mit Pier Luigi Nervi und Bernard Zehrfuss den Auftrag zur Erbauung des UNESCO-Gebäudes in Paris. Ein Jahr später baute er zusammen mit Abraham Elzas das Kaufhaus „De Bijenkorf“ in Rotterdam.

Michele De Lucchi

Michele De Lucchi ist ein italienischer Designer und Architekt, der während seines Studiums in Padua die „Gruppe Cavart“ gründete, die für radikales Design eintrat.
Michele De Lucchi wurde 2001 an der Universität Venedig zum Professor der Fakultät Design und Kunst ernannt und erhielt 2006 für seine Bemühungen um die Lebens- und Wohnqualität, einen Ehrendoktortitel an der Kingston Universität.

Neben zahlreichen Ausstellungen findet man seine Arbeiten auch in der ständigen Sammlung des Centre Georges Pompidou in Paris.
Zu den bekanntesten Design-Entwürfen Michele De Lucchis zählen neben der zeitlosen "Tolomeo-Leuchte", die er zusammen mit Giancarlo Fassina für Artemide entwarf, das Sofa "Lido" oder die Leuchte "Oceanic".
Neben Gebäuden für die Deutsche Bank und dem Frankfurter Reisezentrum der Deutschen Bahn entwarf Michele De Lucchi auch Gebäude für einige italienische Banken.
De Lucchis Neigung zu Farbe und Formverspieltheit kommt besonders zum Ausdruck bei Entwürfen für alltägliche Gebrauchsgegenstände und bei seinen Möbelentwürfen. Ein Beispiel für seine verspielten Entwürfe ist die Schreibtischlampe Ptolemeo. Zu seinen Kunden zählen Vistosi, Haworth, Fontana Arte, Artemide, RB Rossanan, Arflex, Acerbis und Bodum.

Patricia Urquiola

wurde 1961 im spanischen Oviedo geboren. 1991 entwarf die Architektin und Designerin ihr erstes Möbelstück und leitete bis 1996 die Produktentwicklung von de Padova. 1993 spezialisierte sie sich auf Inneneinrichtungen von Showrooms und Restaurants. 1996 wurde sie Leiterin der Designergruppe Lissoni Associati.
2001 gründete Urquiola ihr Atelier "Studio Urquiola" und arbeitet heute für B&B Italia, Driade, Molteni, Moroso, Foscarini SRL, Hansgrohe/Axor.
Patricia Urquiola entwirft hauptsächlich Möbel, aber auch Leuchten und Teppiche. Bekannt ist ihre Liege "Antibodi", die sie für Moroso designte., ihr Sessel "Smock" oder die Leuchte "Caboche", die sie für Foscarini entwarf. Ihre Objekte zeichnen sich vor allem durch ihren Komfort, ihre Eleganz und ihre Geradlinigkeit aus.
Patricia Urquiola wurde mehrfach zur Designerin des Jahres gewählt.
Auch ihre Produkte wurden mehrfach ausgezeichnet wie zum Beispiel "Antibodi" als auch ihr für Paola Lenti entworfener Teppich "Crochet" .

Philippe-Patrick Starck

Der 1949 in Paris geborene Philippe Starck ist einer der bekanntesten Vertreter des "Neuen Designs". Seine Entwürfe sind von der Architektur bis zum Produktdesign in fast allen Bereichen zu finden. Neben spektakulären Inneneinrichtungen entwirft er auch Gebrauchsgegenstände.

Anfang der siebziger Jahre wurde er künstlerischer Leiter im Studio Pierre Cardin. 1980 gründete er die Firma „Starck Products“.
Einen Karriereschub erfuhr Philippe Starck, als er 1982 die Privaträume des damaligen Staatspräsidenten François Mitterrand im Élysée-Palast gestaltete. Er wurde zum gefeierten Stardesigner der achtziger Jahre vor allem in den USA und in Japan. Er entwirft vor allem verkäufliche Produkte, die im Vergleich mit anderen Designern auch preiswert sind.

Bekannte Arbeiten von ihm sind die einteilige, raketenförmige Zitronenpresse Juicy Salif (1990) aus Aluminium für den italienischen Hersteller Alessi. Sie gilt als Designklassiker.
Weitere bekannte Werke sind das Motorrad Motó 6.5 des Herstellers Aprilia, Armaturen- und Brausenkollektionen für die Designermarke der Hansgrohe AG, Axor, eine Schuhkollektion für den Sportartikelhersteller Puma, Sanitärkeramik für Duravit, das Sofa Bubble Club, sowie die Sessel Louis Ghost bei Kartell, Lampen bei FLOS Sein Designprinzip ist die Reduktion beziehungsweise die „Ethik des Weglassens“.

Richard Sapper

Der in Italien lebende deutsche Designer gilt als einer der wichtigsten Designer seiner Generation. Seine Produkte zeichnen sich durch die Kombination von technischer Innovation und Formklarheit aus. Er erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen. So erhielt er zehn mal den renommierten Compasso d'Oro und den Lucky Strike Award der Raymond Loewy Foundation. Seine Produkte sind in den Sammlungen vieler Museen weltweit vertreten, so auch im Museum of Modern Art in New York und dem Londoner Victoria and Albert Museum. Der Designer begann seine Karriere als Designer in der Styling-Abteilung von Mercedes-Benz.

1972 entwarf Sapper die Tizio Tischleuchte für Artemide, die zu einem der bekanntesten Kultobjekte wurde und eine der meist verkauften Lampen ist. Weitere Designklassiker sind die SapperChair Bürostuhl Serie für Walter Knoll, den Nena Klappstuhl für B&B Italia. Im Jahre 1978 beauftragte Alessi Sapper das erste Produkt einer langen Serie zu gestalten, die Espressomaschine 9090. Es folgten der Wasserkessel Bollitore oder die Teekanne Bandung. Er entwirft für Alessi, Artemide, B&B Italia, Castelli, Heuer, IBM, Kartell, Knoll, Lenovo, Lorenz, Magis, Molteni Unifor und Pirelli.

2009 wurde Richard Sapper mit dem Designpreises der Bundesrepublik Deutschland und 2012 mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.
Das New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) sowie das Philadelphia Museum of Art würdigen Richard Sapper mit der Aufnahme einiger seiner Entwürfe in ihre ständige Ausstellung.

Ron Arad

Ron Arad wuchs in Tel Aviv auf. Gemeinsam mit C. Norton und S. McAdam gewann Ron Arad 1988 den internationalen Wettbewerb für die Gestaltung des Foyers und der Eingangszonen des Opernhauses in Tel Aviv und gründete 1989 zusammen mit Alison Brooks die Ron Arad Associates Ltd. Der 1994 vorgestellte „Bookworm“, der in abgewandelter Kunststoffausführung von der Mailänder Firma Kartell hergestellt wird, zählt zu den modernen Möbelklassikern.
Ron Arad arbeitet heute mit Moroso, B&B, Alessi, Swatch, Kartell, Adidas zusammen als auch im Bereich Architektur .
2010 wurde als erstes Design-Museum in Israel das Design Museum Holon in Cholon eröffnet, das Arad zusammen mit Bruno Asa geplant hatte.
Ron Arad war von 1994 bis 1997 Professor für Produktdesign an der Universität für angewandte Kunst Wien. Von 1997 bis 2009 war er Professor am Royal College of Art in London für Möbel- und Produktdesign. Arad ist Architekt des 2008 erbauten Bauhaus Museums in Tel Aviv.

Shin und Tomoko Azumi

Die Japaner Shin und Tomoko Azumi gründeten nach dem abgeschlossenen Studium am Royal College of Art in London ihr Designbüro Azumi. Der erste Erfolg war der Barhocker „Lem“ mit der für die Designer typischen zeitlosen, schlichten Eleganz. Aufgrund seiner Funktionalität wurde er zum Klassiker. Seitdem arbeiten sie mit bekannten Auftraggebern wie LaPalma zusammen.

Tobia Scarpa

Bekannt ist der italienische Designer und Architekt aus Venedig für seine Leuchten wie die Wandleuchte Folio. Bedeutende Produkte sind das Sofa „Bastian“, der Sessel „Soriana“ und Leuchten mit Achille Castiglioni für „Flos“. Außer Leuchtobjekten und Möbeln entwarfen Tobia und und seine Ehefrau Afra Scarpa Interieurs und Industriebauten. Sehr bekannt sind ihre Entwürfe für den Prototyp der Verkaufsräume sowie für eine Fabrikhalle der Benetton Group. Die Serie der Vetri a "occhi", die Tobia Scarpa 1960/61 für Venini/Murano entwarf, zählt man zu den Meisterleistungen der venezianischen Glaskunst des 20. Jahrhunderts.

Wilhelm Wagenfeld

Der deutsche Produktdesigner war ein Bauhaus-Schüler und zählt zu den Pionieren des Industriedesigns. 1954 gründete er die Werkstatt Wagenfeld, die er bis 1978 betrieb. Seine Auftraggeber waren namhafte Hersteller von Gebrauchsgütern wie beispielsweise WMF, Johannes Buchsteiner, Braun oder Rosenthal. Bekannt ist die „Wagenfeld-Leuchte“. Zeitbeständige Gestaltung und zeitgemäße Funktionalität sind die markanten Merkmale seiner über 600 Arbeiten und werden als stilprägend angesehen. Einige seiner Arbeiten, die vorwiegend in Glas und Metall gehalten sind, werden als Design-Klassiker bis heute produziert und finden sich in den Sammlungen namhafter Museen.